Lessons learned: Bachelorthesis

Arbeit ist abgegeben, jetzt ein kurzes Review:

How-To

Folgendes Buch hat mir ziemlich dabei geholfen mich dem Thema “wissenschaftliches Arbeiten” zu nähern, da an meiner Hochschule zwar ein Pflichtfach dazu existiert, dies jedoch nur geringe Mehrwerte generiert. Deshalb empfehle ich jedem Studenten frühzeitig Kate Turabians “A Manual for Writers of Research Papers, Theses and Dissertations” zu lesen. Auch wenn die Zitationsregeln an der eigenen Hochschule/Uni anders vorgegeben werden, ist Teil 1 “Research and Writing: From Planning to Production” eine echte Hilfe.

Ein weiteres essentielles Werkzeug war die Literaturverwaltung Citavi, mit dem man nicht nur Quellen und Zitate verwalten kann, sondern auch ziemlich gut, die eigentliche Forschungsarbeit unterstützen kann.
Wichtig dabei ist zu erst die Gliederung als “Kategorien” zu erstellen, womit man die Zitate, von denen man am besten zu erst nur die Kernaussagen festhält zu sortieren. Dadurch kann man sich ein Storyboard erstellen, das dann als Grobgerüst und roter Faden für die spätere Ausformulierung dient.

Hat man dieses Gerüst und die grobe Richtung der Thesis erstellt, kann man in Citavi zu den einzelnen Kernaussagen Fließtext produzieren, der dann automatisch mit Zitaten belegt und die zugehörige Quelle in das Literaturverzeichnis übernommen wird. Nachteilig aufgefallen ist mir, dass man keine Mehrfach-Belege (z.B. aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass… [Hans (2012); Schmidt (2013); Müller (2013)) erstellen kann. Diese muss man nachträglich im finalen Dokument über Citavi-Shortcodes einfügen, die dann jedoch wieder automatisiert in den richtigen Zitat-Stil formatiert werden.

Der nächste Schritt ist der Export des Citavi Materials in die Textverarbeitung bzw. die Formatvorlage der jeweiligen Institution. Hier führt man dann die letzten Formatierungen durch. Ich habe mich an folgende Reichenfolge gehalten, da jede Änderung potentiell den Inhalt über die Seiten verschiebt und somit Verzeichnisse und Umbrüche zerschießt.

  1. Abbildungen einfügen und beschriften
  2. Anlagen anfügen
  3. Querverweise auf Abbildungen und Anlagen einfügen
    keine Leerzeichen im Namen des Querverweises!
  4. Fußnoten eingefügen
  5. Überschriften formatieren
  6. Verzeichnisse einfügen
  7. Seitenumbrüche einfügen und kontrollieren
    unbedingt https://de.wikipedia.org/wiki/Hurenkind_und_Schusterjunge lesen!
  8. Abschnittswechsel nach Kapitelwechsel einfügen
  9. Verzeichnisse aktualisieren
  10. ein häufig übersehener Schritt, falls man die Arbeit auch in elektronsicher Form abgeben muss, ist die Erstellung der Dokumenteneigenschaften
  11. In PDF exportieren und kontrollieren

Add-On

Empfehlenswert für alle Ersteller von Dokumenten ist die Einführung in die visuelle Gestaltung The Non-Designer’s Design Book von Williams. Mit einfachen Mitteln lässt sich der Eindruck des Gesamtwerks drastisch verbessern. Wenn man es gelesen hat, werden manche simple Dinge offensichtlich, die man vorher nicht erkannt hat oder nur als Störgefühl wahrgenommen hat.

Drucken

Für Hardcoverbindungen muss man etwa eine Woche einplanen, deshalb rechtzeitig Kontakt mit der Druckerei aufnehmen um Cover, Bindung, einseitig/doppelseitig, etc. zu klären.

Hochschule Aschaffenburg

Abschließend noch ein paar Zeilen zum Prozedere in Aschaffenburg, falls jemand die gleichen Fragen hat wie ich.

  • Abgabe ist beim Studienbüro, dort bekommt man eine Bestätigung mit Datum der Abgabe, zur Not kann man die Arbeit auch im Briefkasten “abgeben”
  • Zwei Ausfertigungen inkl. CD mit bearbeitbarem Dokument
  • Falls die Arbeit erst in einem Semester abgegeben wird, in dem man sonst keine Prüfungsleistung erbringt, muss man sich für dieses Rückmelden. Auf Antrag wird man von den Studienbeiträgen befreit bzw. bekommt sie rückerstattet.
  • Exmatrikuliert wird man zum Ende des Semesters und nicht vorher.

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